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Schulentwicklungsprogramm des
Lessing-Gymnasiums Neu-Ulm


1. Schulprofil

Das Gymnasium Lessing-Gymnasium liegt im Herzen  der Stadt Neu-Ulm. Neu-Ulm (ca. 59.700 Einwohner) ist eine große Kreisstadt und Verwaltungssitz des Landkreises Neu-Ulm im Regierungsbezirk Schwaben. Die Hochschulstadt liegt an der Westgrenze Bayerns an der Donau, gegenüber dem Oberzentrum Ulm (Bundesland Baden-Württemberg). Neu-Ulm ist eines von 23 Oberzentren Bayerns und bildet mit Ulm ein länderübergreifendes Doppelzentrum mit insgesamt 170.000 Menschen. In Ulm bzw. Neu-Ulm gibt es eine Universität und zwei Hochschulen.

Die folgenden Punkte bestimmen im Wesentlichen das Schulprofil des Lessing-Gymnasiums Neu-Ulm:
• Angebotene Fach- / Ausbildungsrichtungen
- Naturwissenschaftlich-technologisches Gymnasium (Sprachenfolge: Englisch und Latein oder Englisch und Französisch)
- Sprachliches Gymnasium (Sprachenfolge: Englisch, Latein und Spanisch oder Englisch, Französisch und Spanisch)
- Bläserklasse seit Beginn des Schuljahres 2015/16
• Angebotene Arbeitsgemeinschaften  
-  Bücher-AG, Schulball, Robotik (4 Gruppen), Schülerzeitung, Unterstufentheater, Mittelstufentheater, Oberstufentheater, Nikolausbasar, Unterstufenchor, Mittelstufenchor, Oberstufenchor,  Big-Band, Schulsanitätsdienst, Schach, Fußball, Tu-Was AG
Zu den Theatergruppen:
Mittlerweile sind für die Unter-, die Mittel- sowie die Oberstufe Theatergruppen etabliert, die jeweils mindestens eine Aufführung pro Schuljahr vorbereiten. Sie sind offen für alle Schülerinnen und Schüler, die sich hier freiwillig engagieren und ausprobieren wollen.
Das Oberstufentheater nimmt regelmäßig an den Schultheatertagen in Ulm teil, womit auch Aufführungen im Podium des Theaters Ulm verbunden sind.
- Kurse des Begabungsstützpunkts Oberschwaben (seit dem Schuljahr 2010/11). Kurs im Schuljahr 2015/16 Fahrzeugbau (Kooperationspartner "Cluster Nutzfahrzeuge Schwaben“)
•  Ganztagsangebot-
- Im Schuljahr 2015/16 besuchen über ca. 120 Schülerinnen und Schüler unsere 6 Offenen Ganztagsgruppen
- Gebundene Ganztagsklassen in der 5., 6. und 7. Jahrgangsstufe
• Doppelstundenmodell
Im Schuljahr 2015/16 Doppelstundenmodell in der 5. bis 9. Jahrgangsstufe
• EigenVerantwortliches Arbeiten EVA (Offene Lernlandschaft )
EVA ist eine Weiterentwicklung des Flexiblen Klassenzimmers. Im Schuljahr 2011/12 wurde die Offene Lernlandschaft in der 5. Jahrgangsstufe eingeführt. Offene Lernlandschaft bedeutet, dass der Klassenraum und der vorgelagerte Gang eine Einheit bilden. Daher steht auch die Türe des Klassenzimmers in der Regel offen. Aufgrund vieler kleiner Tafeln, die an drei Seiten der Klassenzimmer angebracht sind, wird hier bereits räumlich der Frontalunterricht aufgebrochen. Im Zentrum der methodisch-didaktischen sowie der erzieherischen Ausrichtung steht  das eigenverantwortliche Erarbeiten und/ oder Einüben von Lerninhalten (=EVA). In den EVA-Phasen können sich die Schüler/innen frei im Klassenzimmer und im  angrenzenden Flur bewegen. Verschiedenartige Möbel vom Stehpult, Kippsessel bis zum Sitzwürfel laden zum „bewegten Sitzen“ ein. Die Offenen Lernlandschaften bedingen das Unterrichten in Doppelstunden.
Die Schüler/innen arbeiten in den EVA-Phasen häufig in Teams, aber auch für sich alleine.
Die Unterrichtsvorbereitung in den Kernfächern Deutsch, Englisch, Latein, Französisch und Mathematik erfolgt im Team. Schulaufgaben werden, wenn möglich, zum selben Termin gemeinsam entwickelt und geschrieben.
Schüler-Methoden- und Kompetenzcurriculum
In den verschiedenen Jahrgangsstufen werden nach einem gemeinsam entwickelten festen Curriculum Schwerpunkte in unterschiedlichen Fächern gesetzt und verbindlich umgesetzt. Es sind dies Kernkompetenzen in den Bereichen Präsentationsmethoden, selbständige Informationsbeschaffung und Informationsauswertung, eigenverantwortliches Lernen, Fragestellungen erarbeiten und Hypothesen erstellen.

Schulische Unterstützungsangebote
Spezielle Fördermaßnahmen
- Spezielle Angebote für Schüler/-innen und Familien nichtdeutscher Muttersprache: Seit dem Schuljahr 2010/2011 nimmt unsere Schule am Projekt „Sprachbegleitung“ teil, das derzeit vom Ministerialbeauftragten für die Gymnasien in Mittelfranken koordiniert wird. Die Kollegen erhalten ein bis zwei Fortbildungen pro Jahr, in denen es auch zum Austausch mit Schulen kommt, die ebenfalls an diesem Projekt mitwirken. Außerdem werden uns im Rahmen des Stundenbudgets 14 Schulstunden pro Woche für diese Förderung zugewiesen, was angesichts der Aufgabe enorm wenig ist. Inhaltlich wird mit Modulen gearbeitet, die zum Teil von unserer Schule, zum Teil aber auch von anderen Schulen erarbeitet wurden. 
- Leseförderung im Deutschunterricht: Vor allem in der Unterstufe werden in Zusammenarbeit mit dem Bibliotheksteam den Schülern viele Angebote gemacht, z.B. Meterlesen, Lesenacht, Vorlesewettbewerb, Vorlesepausen. Unterstützt werden die Kolleginnen und Kollegen von zwei Schülermüttern, die anfallende Vertretungsstunden in der 5. und 6. Jahrgangsstufe zur Leseförderung nutzen.
- Vermittlung von Nachhilfe durch ältere Schüler (in der Regel Tutoren)
- Gezielte Förderung schwacher Schüler/innen durch Mentoren/innen im Rahmen der offenen Ganztagsgruppen
- Förderung begabter Schüler im Rahmen des Begabungsstützpunktes
- Betreuung der Schüler bei der Teilnahme an Wettbewerben (Känguru-Wettbewerb, Landes- oder Bundeswettbewerb Mathematik, RoboCupJunior, Bundesfremdsprachenwettbewerb, The Big Challenge)
•  Förderung der Schülerselbstständigkeit
- Dies ist ein wesentliches Anliegen aller Kolleginnen und Kollegen (fächerübergreifend), die mit der Entwicklung der neuen Konzepte in den Offenen Lernlandschaften beschäftigt sind. Aufgrund erkannter Defizite in den höheren Klassen steht das eigenverantwortliche Arbeiten im Zentrum der methodisch-didaktischen sowie der erzieherischen Ausrichtung  
- „Zeit für uns“-Stunde für jede Klasse einmal im Monat.


2. Die externe Evaluation als Grundlage des Schulentwicklungsprogramms

Die Externe Evaluation im Schuljahr 2011/12 führte zu den folgenden beiden Schwerpunkten des aktuellen Schulentwicklungsprogramms:

•  Evaluierung der Offenen Lernlandschaften
Zum einen soll der Schulentwicklungsprozess untersucht werden, zum anderen der Lernerfolg von Schülern mit und ohne EVA-Unterricht verglichen werden.
•  Weitere Differenzierung der Unterrichtsmethodik
Neben dem traditionellen fragend-entwickelnden Unterricht und dem in den Offenen Lernlandschaften vorherrschenden entdeckenden Lernen sollen weitere Unterrichtsmethoden implementiert werden.

Ergänzt wird das Schulentwicklungsprogramm durch folgenden Punkt:
 Sprachförderung für Schüler mit Migrationshintergrund

3. Aktuelles Schulentwicklungsprogramm

Das Unterrichten nach dem EVA-Prinzip wird jedes Jahr um eine Jahrgangsstufe weiter nach oben geführt. Im Schuljahr 2015/16 werden die Jahrgänge 5 bis 9 nach diesem Prinzip unterrichtet.

  Evaluierung der Offenen Lernlandschaften
Die untenstehende Tabelle zeigt die Ziele, die Terminierung und die verantwortlichen Personen auf.

tabelle01

 

 

 

 

 

 

Bisherige Ergebnisse:
- Evaluierung der Unterrichtsentwicklung
Hier arbeiten wir mit dem Institut für Psychologie und Pädagogik der Universität Ulm zusammen. Eine Mitte 2014 abgeschlossene Zulassungsarbeit zeigt auf, dass die Schulleitung die komplexen Umbauprozesse noch etwas besser steuern muss.

  Weitere Differenzierung der Unterrichtsmethodik
Die untenstehende Tabelle zeigt die Ziele, die Terminierung und die verantwortlichen Personen auf.

tabelle02

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bisherige Ergebnisse:
- Implementierung weiterer Unterrichtsmethoden
Seit dem Schuljahr 2014/15 werden vermehrt Lernzirkel eingesetzt.
- Projektunterricht in der 8. und 9. Jahrgangsstufe:
Die Schüler werden zu Beginn der Projektphase in der 8. Jahrgangsstufe mittels eines zweitätigen Kooperationsseminars auf das Arbeiten in einer Projektgruppe vorbereitet.
An den zweimal im Jahr durchgeführten ca. 9-wöchigen Projekten beteiligen sich in der 8. Jahrgangsstufe die Fächer Deutsch, Biologie und Geschichte mit jeweils einer Wochenstunde. Am Ende der Projektphase müssen die einzelnen Gruppen ihre Projektergebnisse im Plenum präsentieren.
In der 9. Jahrgangsstufe ist der Projektunterricht in den Fächern Religion und Ethik  und Deutsch verankert. Im Rahmen von Religion/Ethik wird ein einwöchiges Sozialpraktikum vorbereitet und nachbereitet. Im Deutschunterricht wird das Projekt „Bücher aus dem Feuer“ durchgeführt in Zusammenarbeit mit der Stadtbibliothek Neu-Ulm. Ziel ist eine öffentliche Lesung zum Jahrestag der Bücherverbrennung durch die Nationalsozialisten.
- Die Planungen für den Vorlesungsbetrieb beginnen im Schuljahr 2016/17.


  Sprachförderung für Schüler mit Migrationshintergrund
Die untenstehende Tabelle zeigt die Ziele, die Terminierung und die verantwortlichen Personen auf.

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Bisherige Ergebnisse:
- Förderung von Schülern, die bereits am Lessing-Gymnasium sind
Das Kultusministerium stellt dafür dem Lessing-Gymnasium 14 Lehrerwochenstunden zur Verfügung. Mit Hilfe dieser Stunden werden Schüler mit Migrationshintergrund von der 5. bis zur 9. Klasse im Fachkontext sprachlich gefördert.
- Übergangsmanagement Grundschule ↔ Gymnasium
Seit dem Schuljahr 2014/15 ist das Lessing-Gymnasium BISS-Koordinator (BISS = Bildung durch Sprache und Schrift) des Landkreises Neu-Ulm und unterstützt so die Sprachbegleitung von Schülern mit Migrationshintergrund in allen Bildungseinrichtungen des Landkreises.
Ab dem Schuljahr 2015/16 begleitet eine Lehrkraft mit zwei Deputatsstunden den Fachunterricht an einer benachbarten Grundschule.

 
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