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Dachau-Exkursion der 9. Jahrgangsstufe am 11. Mai 2017

Bild3Dachau

In der zweiten Hälfte des Schuljahres haben wir uns im Geschichtsunterricht mit dem Nationalsozialismus und den Geschehnissen des 2. Weltkrieges auseinandergesetzt. Um diese Einsichten zu vertiefen, haben die 9. Klassen am Donnerstag, den 11.05.2017, eine Exkursion zur Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Dachau unternehmen.

Hierfür trafen wir uns am 11.05.2017 um 7.45 Uhr im jeweiligen Klassenzimmer. Ein Teil der Klassen wurden hier zunächst durch einzelne Zeitzeugenberichte von Abba Naor, einem Überlebenden der Außenlager Dachaus, zu diesem Tag thematisch hingeleitet. Allein die Vorstellungen, die sich in unseren Köpfen formten, ließen einerseits den Respekt, aber auch das Interesse steigen

Nach einer knapp zweistündigen Fahrt vom Neu-Ulm nach Dachau, einer Ortschaft bei München, waren wir da. Vom Busparkplatz liefen wir zum Informationsstand, wo uns die Audioguides ausgehändigt wurden. Diese sollten uns über das Gelände führen. Schon allein der Weg hin zu den Gebäuden, in denen wir die nächsten Stunden verbrachten, war interessant. Durch das Tor, auf dem unübersehbar und für alle eindrucksvoll stand „Arbeit macht frei" ging es hinein in den Bereich der heutigen Gedenkstätte. Wir standen auf dem Appellplatz, der zusammen mit den Baracken, der Lagerstraße, dem Bunker, dem Krematorium und den heutigen religiösen Stätten den Außenbereich bildet. Dort überall hatten früher die verschiedenen Häftlinge gelebt. Es war schwer vorstellbar, dass hier die Menschen in solch schrecklichen Verhältnissen arbeiten und um ihr Überleben kämpfen mussten. Vor allem ist es schrecklich, zu wissen, dass das hier kein Film ist, sondern die Realität. Auch der Gedanke daran, dass hier mehr als 200.000 Menschen umgebracht wurden, nur weil einer dies befohlen hatte oder weil ein Arzt medizinische Versuche an ihnen ausprobierte, lässt uns sprachlos sein.

Diesen Bereich sahen sich die Klassen 9 a/b mit Hilfe der Audioguides, die nicht nur Einzelheiten erklärten, sondern auch Zeitzeugenberichte wiedergaben, zuerst an, während die 9c/d die Ausstellung im Wirtschaftsgebäude besichtigten. Sie dokumentiert die Geschichte des KZs und liefert Einblicke in den Alltag eines Häftlings. Zudem stand ein dreißigminütiger Film auf dem Programm, der uns Hintergrundinformationen über die Zeit des Nationalsozialismus lieferte und uns aber auch zu vielen Diskussionen anregte. Denn uns wurde klar, dass dieser Film nur Teilaspekte der grausamen Realität zeigt, auch, weil er ein Zeugnis der 1960er Jahre war, als man sich noch ganz anders mit dieser Geschichte auseinandersetzte.

Dieses Programm, dass das Erkunden vieler, teils nachgebauter Teile des Konzentrationslagers mit Informationen und dem Museum verband, wurde durch eine Mittagspause in der Cafeteria ergänzt. So war es ein aufregender und interessanter, aber auch beklemmender Tag, der uns allen noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Lisa Welte, 9a und Julia Schütz, 9c

 
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